Kleingärtnerverein Heiligenhafen von 1946 e.V
Gesamtgröße: 136.444
Anzahl Kolonien 4
Anzahl Parzellen gesamt: 317

Diese Teilen sich wie folgt auf:

  1. Kolonie Hermann Peters = 54 Parzellen
  2. Kolonie Lütjenburger Weg = 89 Parzellen
  3. Kolonie Open Över  = 107 Parzellen
  4. Kolonie Am Wachtelberg = 67 Parzellen 

Mitglieder im Verein: 327
(Stand 31.07.2026)

Der Verein:
Gegründet 1946. Initiator und Gründer der Kleingartenvereins Heiligenhafen war Schachtmeister Hermann Peters. Nach ihm ist die Kolonie zwischen Postlandstraße und Lindenhof benannt. Zum ersten Vorstand gewählt wurde gem. Protokoll vom 26.03.1946 zum 1. Vorsitzenden Hermann Peters, 1. Kassierer Hans Brix und 1. Schriftführer Kurt Ahlers.

Bereits kurz nach der Gründung hatte der Verein über 400 Mitglieder und der Bedarf an Gärten stieg stetig an. Nach und nach stellte die Stadt mehr Pachtland für die Kleingärtner zur Verfügung, so entstanden damals insgesamt fünf Kolonien. Die Mitgliederzahl wuchs schnell an, schon im Juli 1948 hatte der Verein 1340 Mitglieder. Viele Gartenfreunde damals waren Heimatvertriebene, die in Heiligenhafen ansässig wurden.

Dementsprechend war der Bedarf an Gärten so groß, dass die Parzellen damals sogar verlost werden mussten. Galt es in den ersten Jahren nach dem Krieg, sich über die Gärten noch selbst mit Lebensmittel zu versorgen, so wandelte sich mit verbesserter Lebenslage die Motivation auf einen Garten hin immer mehr zur Freizeitgestaltung. Dies hatte zur Folge, dass die Mitgliederanzahl im Verein nach und nach zurückging, Tiefpunkt waren die 70er Jahre mit hohen Leerständen an Parzellen in den Kolonien. Deshalb wurde eine der fünf Kolonien mit Namen „Troje“ (oberhalb der Feldstraße gelegen) an die Stadt zurückgegeben.

In der heutigen Zeit haben wir abermals einen Wandel im Kleingartenwesen. Entspannung und Ruhe nach einem stressreichen Berufsalltag und die Nachfrage an Bio-Lebensmittel lässt den Bedarf an eigenen Gemüse und Obstanbau wieder ansteigen.

Während der Corona-Pandemie 2020 und 2021 gab es einen starken Anstieg der Nachfrage und eine spürbare Zunahme neuer Pächter für unsere Kleingärten. Die Gärten wurden in dieser Zeit als sichere Rückzugsorte und Erholungsräume vor Ort genutzt und waren dadurch extrem beliebt. Während dieser Zeit gab es eine lange Warteliste für Interessenten an einen Kleingarten. 

Doch diese hohen Nachfragen sind aber wieder zurückgegangen, so mancher Gartenfreund hat den Kleingarten wieder zurückgegeben, nachdem ihm bewusst wurde, dass er neben der Freizeit auch Verpflichtungen eingeht, den Garten nach Vorgaben der Gartensatzung und Pachtvertrag zu bewirtschaften.

In den letzten drei Jahren verzeichnen wir abermals einen Wandel. Die Kleingärten wandeln sich stark von vielfach als Nutzgärten angelegte Parzellen zu bunten Oasen für den Naturschutz und die Biodiversität.

Wer heute durch eine Kleingartenanlagen geht, sieht ein anderes Bild als noch vor wenigen Jahrzehnten. Der klassische Kleingarten – geprägt von Schnurgeraden Gemüsebeeten und penibel gemähtem Rasen stirbt aus. Unsere Kleingärten befinden sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Sie entwickeln sich weg von reinen Produktionsstätten für Obst und Gemüse, hin zu wertvollen Rückzugsorten für die Artenvielfalt. In Zeiten von zubetonierten Schottergärten und intensiver Landwirtschaft werden unsere Kleingärten zu überlebenswichtigen Arche Noahs für unsere Tierwelt und zu einem Gegenpol zum Klimawandel, den wir ja alle immer häufiger auftretenden Hitzeperioden auch in Heiligenhafen zu spüren bekommen.

Bei der Biodiversität steht das naturnahe Gärtnern im Vordergrund. Das bedeutet aber nicht, den Garten komplett verwildern zu lassen oder auf die eigene Ernte zu verzichten. Nein, im Gegenteil - Ein lebendiger, sumsender Garten bringt durch die natürliche Bestäubung oft viel höhere Erträge. Denn Insekten sind das Fundament unseres Ökosystems.

Postalische Anschrift:
Kleingärtnerverein Heiligenhafen von 1946 e.V
Postfach 1254
23772 Heiligenhafen

E-Mail: Info@kgv-heiligenhafen.de